Erkenntnisarten und Erkenntnisquellen (§ 2)

 

Worin liegt das Eigentümliche einer Wissenschaft? - Wissenschaft und ihr Territorium (Prolegomena § 1)

Objekt der Erkenntnis

  • Quelle der Erkenntnis (reine Vernunft - a priori, Erfahrung - a posteriori)
  • Art der Erkenntnis (analytisch, synthetisch) 

Grundelemente der a priori Erkenntnis (Erkenntnisquelle Verstand, Erkenntnisart: synthetisch) sind (Prolegomena § 7):

  • Form des Denkens (logisch widerspruchsfrei)
  • Form der reinen Anschauung (zum Beispiel Raum und Zeit)

 

Erkenntnisgewinnung

Verstand (Begriff und reine Anschauung) und Erfahrung (objektiv: empirische Anschauung subsumiert unter Verstandesbegriffe) 

Verstandesbegriffe

  • a priori analytisch und synthetisch
  • a priori in reiner Anschauung

 

Anschauung (Prolegomena, § 7):

  • In der empirischen (sinnlichen?) Anschauung
    • erweitern wir unsere Erkenntnis synthetisch, empirisch gewiss, a posteriori indem wir dem Objekt neue Prädikate zuweisen. Diese hält die Anschauung selbst bereit, wir treffen sie zufällig an.
  • In der reinen Anschauung
    • erweitern wir unsere Erkenntnis synthetisch, apodiktisch gewiss, durch neue Prädikate, die die reine Anschauung vor aller Erfahrung oder einzelnen Wahrnehmung anbietet.

 Gegenstände der Erfahrung

  • empirische Anschauung
  • Wahrnehmung, Empfinden
  • objektiv subsumiert unter Verstandesbegriffe
  • subjektiv nur Wahrnehmung, Empfinden

Aufpassen muss man mit der „Sinnlichkeit“. Das Paar der Verstandesbegriffe ist bei Kant manchmal Begrifflichkeit und Sinnlichkeit beziehungsweise Begriff und Anschauung. Sinnlichkeit wird häufig in Zusammenhang mit Empfinden, Aperzeption,  Affizieren gebraucht. Deshalb ist es klarer, zwischen reiner Anschauung und empirischer Anschauung zu unterscheiden.

 

Zur aktuellen Version: Erkenntnis: Verstand, Anschauung, Gegenstand

Tafeln:

Urteile (Logik), transzendentale Verstandesbegriffe (Kategorien), Axiome der Anschauung

Die Grafik zu den Tafeln sind aus mehreren Quellen zusammengestellt, in Prolegomena finden sie sich ab § 21. Dort wird unter der Kategorie Relation "Substanz" statt "Subsistenz, Inhärenz" verwendet. Nebenstehend die Erläuterung letzterer Begriffe aus "Kant-Lexikon; Willaschek, Marcus (Herausgeber); Berlin : De Gruyter, 2015"

Zur aktuellen und lesbaren Version: Erkentnnis: Logik, Kategorien, Widerspruch

Aus den logischen Urteilsfomen Quantität, Qualität, Relation und Modalität bildet Kant durch Analogie die Verstandesbegriffe. Es handelt sich um eine transzendentale (nicht-empirische) Deduktion.

Er findet vier unauflösbare Widersprüche (endlich - unendlich, einfach - zusammengesetzt, Ursachen durch Freiheit - alles ist Natur (gesetzmäßig), notwendiges Wesen - alles zufällig). Aus der reinen Physiologie extrahiert Kant Axiome der Anschauung.

Terminologie zu Erkenntnis bei Kant.

Grafiken und 2 Concept Maps, begriffliche Erläuterungen von

  • Erkenntnisarten und Quellen
  • Erkenntnisgewinnung und Wissenschaften
  • Urteile und Verstandesbegriffe (Kategorien)

und mit der Möglichkeit von Anmerkungen zur Terminologie.

 

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Kommentare   

#2 Anton Mlynczak 2019-09-13 09:33
Kategorien/ Erkenntnis Aristoteles,Kant aus
http://www.hispanoteca.eu/Linguistik/k/KATEGORIE%20Categor%C3%ADa.htm

Kategorien Aristoteles:
http://www.hispanoteca.eu/Linguistik/k/Kategorien-Aristoteles-H%C3%BCgli.gif

Erkenntnisprozess Kant:
http://www.hispanoteca.eu/Linguistik/k/Kategorien-Kant-Philosophenlexikon-H%C3%BCgli.gif
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#1 Anton Mlynczak 2019-09-13 09:18


nach christophkappes.de/.../kategoriensystem-kant

S ist Subjekt, P ist Prädikat. Mehr bei
https://de.wikipedia.org/wiki/Syllogismus
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