Von Weizsäcker: Das Verhältnis der Quantenmechanik zur Philosophie Kants

Inhalt, von aus "Das Weltbild der Physik, Hirzel 1949". Einzelne Punkte verweisen auf den entsprechenden Teil des Textes. Auch auf die Kopie des vollständigen Textes wird verwiesen. Von Kant übernimmt er die Unerkennbarkeit des Dinges an sich aber nur insoweit, dass es nicht als klassisches Ding ans sich erkannt werden kann: ""Der Zusammenhang mit dem absoluten Begriff des Dings an sich, den K a n t benutzt, besteht zunächst nur, in der formalen Identität des Kantschen Schusses auf die Unerkennbarkeit des Dings an sich mit unserem Schluss auf die Möglichkeit eines nicht klassischen Verhaltens der Atome."

i) Der Inhalt der Quantenmechanik (Seite 80 - Seite 91)

  1. Anschaulichkeit (Seite 81 - Seite 85)
  2. Kausalität (Seite 85 - Seite - Seite 86)
  3. Objektivierbarkeit (Seite 86 - Seite 90)
  4. Fragen der Endgültigkeit (Seite 90 - Seite 91)

ii) Philosophische Vorfragen (Seite 91 - Seite 99)

  1. Problemstellung (Seite 91 - Seite 92)
  2. Der Realismus der klassischen Physik (Seite 92 - Seite 95)
  3. Sensualismus und Positivismus (Seite 95 - Seite 98)
  4. Das Problem des "a priori" (Seite 98 - Seite 99)

iii) Kant und die Quantenmechanik (Seite 99 - Seite 117)

  1. Thesen Kants (Seite 99 - Seite 104)
  2. Vergleich mit der Quantenmechanik (Seite 104 - Seite 106)
  3. Folgerungen für den Begriff des "a priori" (Seite 107 - Seite 111)
  4. Meditationsstufen (Seite 111 - Seite 117)

 

Kopie des ganzen Textes

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Kommentare   

#11 Anton Mlynczak 2019-09-27 13:18
Zu 3.2 Vergleich mit der Quantenmechanik

  • Der Physiker erforscht die Dinge der Außenwelt.

  • Er gewinnt von ihnen Kenntnis nur vermittels der sinnlichen Erfahrung.

  • Somit ist jede Kenntnis, die wir überhaupt von den Dingen. erhalten, anschaulich;

  • und damit aus ihr überhaupt eindeutig geschlossen werden kann,.muss sie in einem kausalen Zusammenhang stehen
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#10 Anton Mlynczak 2019-09-23 15:20
3.1 Kant

Vorbedingungen und Objekt der Erkenntnis.

A priori sind alle Erkenntnisse, denen Notwendigkeit und Allgemeinheit zukommt

Erfahrung gibt ihren Urteilen niemals Wahrheit oder Strenge

Erfahrung liefert nur angenommene und komparative Wahrheit ... soweit wir bisher wahrgenommen haben ...

Empiristen: es gibt keine Erkenntnis a priori

Kant: Erkenntnis a priori ist Bedingung von Erfahrung

Nach Weizsäcker nutzt Kant die Begriffe Ding und Empfindung zu simpel.
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#9 Anton Mlynczak 2019-09-16 10:54
2.4 Das Wesen der Erfahrung - a priori

  • Wir .fragten nach dem Wesen und den Quellen der Erfahrung.
  • Schon das einfachste Erfahrungsurteil involviert Behauptungen, deren Inhalt wir weder erfahren haben noch je in Vollständigkeit erfahren können.
  • Der Versuch, die Erfahrung durch ihre Objekt (Dinge) oder ihr Medium (die Empfindung, das Gegebene) eindeutig und vollständig zu charakterisieren ist gescheitert.


Gehen wir von den nichtempirischen Elementen der Erfahrung aus.


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#8 Anton Mlynczak 2019-09-16 10:24
Sensualismus und Positivismus

"Die nächste, wiederum folgerichtige Stufe stellt die Lehre von H u m e und M a c h dar, die als prinzipieller Sensualismus dem prinzipiellen Realismus analog gegenübergestellt werden kann."

Der moderne Positivismus nimmt einen logisch, sprachlichen Standpunkt ein. Dh. er verbietet das Aussprechen „sinnloser Sätze" in der Wissenschaft.
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#7 Anton Mlynczak 2019-09-16 05:39
Zu 2.2 Realismus der Physik

Weizsäcker unterscheidet:
  • Alltagsrealismus
    prinzipiellen Realismus
    metaphysischen Realismus
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#6 Anton Mlynczak 2019-08-26 06:00
Zu 2.1 Problemstellungen

In Problemstellungen sieht Weizsäcker Folgendes als
Einheit:
Denken - Empfinden - Ding

Nur das Empfinden zu betrachten ist Sensualismus, Nur das Ding ist Realismus

Weizsäcker schreibt allerdings
Urteil - Empfindung - Ding
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#5 Anton Mlynczak 2019-08-26 05:57
Zu 1.4 Endgültigkeit einer Theorie

Eine physikalische Theorie gilt weder für alle Zeiten noch für alle Dinge und Situationen.

Es gibt den Geltungsbereich einer Theorie. Theorien mit angrenzenden Geltungsbereichen müssen ineinander übergesehen.

Hinweis 1: Thermodynamik lässt sich nicht reduzieren auf Mechanik. Kleine Ungenauigkeiten ergeben ein anderes Verhalten, möglicherweise einfacheres Verhalten.

Hinweis 2: Gibt es nicht ein ineinandergreifen der Theorien. Die Abgrenzung der Theorien nach Geltungsbereichen bedeutet, dass von bestimmten Eigenschaften der Natur abstrahiert wird. Wann lassen sich Systeme separieren?
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#4 Anton Mlynczak 2019-08-26 05:40
Zu 1.3 Objektivierbarkeit

Die Bestimmung aller Eigenschaften des Objekts ist nicht gegeben. Das Ding an sich existiert nicht.

Hinweis 1: Kant sagt, das Ding existiert, nur das an sich nicht, weil wir es immer nur als Gegenstand der Erfahrung kennen.

Hinweis 2: Die Dinge sind eben Wechselwirkungsdinge. Sie verhalten sich jeweils zu anderen Dingen. Für ihr Verhalten haben sie mehrere Möglichkeiten, aber nicht jede. Welche sie realisieren hängt von der Umgebung ab. Die Dinge leben nicht isoliert.
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#3 Anton Mlynczak 2019-08-26 05:30
Zu 1.2 Kausalität

Die Randbedingungen des Experiments anders als in der klassischen Physik. Aber Experimente sind weiter möglich. Innerhalb des Experiments gilt das Kausalgesetz, sonst man nichts messen können.

Weizsäcker thematisiert nicht die Notwendigkeit des Kausalgesetzes zu aller Zeit.
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#2 Anton Mlynczak 2019-08-26 05:12
Zu 1.1 Anschaulichkeit

Sowohl das Wellenbild wie das Teilchenbild sind anschaulich
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