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Hessen investiert 20 Millionen Euro in Kernfusion als Energiequelle

Quelle: Hessen investiert 20 Millionen in Kernfusion als Energiequelle (FR, 18.12.2025, Von: Annette Schlegl)

Darmstadt – Selten hat man so viele Superlative gehört: „Jahrhundertprojekt“, „weltweit bedeutsam“, „Gamechanger“, „riesige Chance“. Dabei war das, was da am Donnerstag in Darmstadt vorgestellt wurde, winzig klein: Es ging um Targets, stecknadelgroße Kügelchen, die mit den Wasserstoff-Isotopen Deuterium und Tritium gefüllt sind. In einem Laserfusionskraftwerk am ehemaligen AKW-Standort Biblis soll diese Technologie in die Anwendung gebracht werden. Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) übergab einen Förderbescheid von 20 Millionen Euro an das Unternehmen Focused Energy in Darmstadt.

 Partner, Zeitziele und Kostenziele

Auf der 60 Hektar großen Industriefläche soll dann ein Laserfusionscampus entstehen, auf dem das Darmstädter Unternehmen mit namhaften Konzernen wie RWE, Trumpf, Schott, Zeiss, Heraeus oder Bilfinger zusammenarbeitet, um die Energietechnologie zur Marktreife zu bringen und im Endeffekt den Preis pro Kilowattstunde auf fünf bis acht Cent drücken zu können.

Aus unten stehender Kopie des Frankfurtteils (19.12.2025) der FR entnimmt man:

Beim Rundgang durch das Labor von Focused Energy hieß es am Donnerstag, bis 2032 wolle man eine Forschungsanlage mit 300 Lasern in Betrieb nehmen, um zu prüfen, ob die Technik „schon den Reifegrad erreicht hat“. Im zweiten Schritt komme ein Pilotkraftwerk dazu, das mit 1200 Lasern betrieben werde und schon Strom erzeugen könne. 2038 bis 2040 könne die erste kommerzielle Anlage mit 1500 Lasern ans Netz gehen, die ein Gigawatt Strom liefere.

 FR 2025 12 19 Millionen fuer Kernfusion Print

Ein Startup für Lasertechnologie: Start-up aus Darmstadt ist Vorreiter für Energie der Zukunft

Die Terra X Sendung vom 6. April befasst sich mit 3 Blackout Szenarien und was dagegen getan werden kann. 

Blackout - wie sicher ist unsere Stromversorgung? | Terra X

 

"Kein Strom, keine Heizung - ein massiver Blackout legte Anfang 2026 Teile Berlins für Tage lahm. Harald Lesch untersucht für Terra X, wie stabil Deutschlands Stromnetz ist und welche Risiken bestehen." (ZDF)

Quintessenz der Sendung ist: In der konventionellen Elektrizitätserzeugung mit Generatoren stabilieisern Schwungräder kurzfristige Schwankungen das Netz. Diese Rolle können jetzt in einem System regenerativer Energien die Elektrospeicher übernehmen.

Der ZDF Teaser

"Die Liste der großen Stromausfälle weltweit zeigt zwischen 1965 bis 2000 – also in 35 Jahren - ereigneten sich weltweit „nur“ fünf große Stromausfälle. Anders sieht es ab 2000 bis heute aus: innerhalb der letzten 25 Jahre verzeichnete man 29 Blackouts. Das sind fast sechs Mal so viele! Welche Gründe gibt es dafür?

Am 28.04.2025 geht nicht nur in Bezirken einer Hauptstadt, sondern in Portugal, weiten Teilen Spaniens und kleinen Teilen Südfrankreichs das Licht aus. Mehrere Stunden dauert der Blackout: Ampeln funktionieren nicht mehr, Züge stehen still, das Mobilnetz ist lahmgelegt, Notstand in Krankenhäusern. Was war die Ursache des massiven Stromausfalls? Ein Cyberangriff konnte ausgeschlossen werden."


2. April 2026 (ZDF) Interview mit Prof. Fichtner, Helmholtzzentrum Ulm:

Interview: Energie speichern für den Ernstfall | Terra X

 

 

"Professor Maximilian Fichtner beleuchtet für Terra X im Gespräch mit Pro fessor Harald Lesch Batterietechnologien, ihre Grenzen und neue Ansätze
mit Natrium oder Magnesium."

Darüber hinaus entspinnt sich ein weitreichendes Gespräch über Risiken und Lösungen der Energiewende.

Der Gesprächsinhalt

Das Gespräch zwischen Harald Lesch und Prof. Maximilian Fichtner (KIT) beleuchtet, warum neue Batterietechnologien entscheidend für die Versorgungssicherheit sind — insbesondere zur Abfederung von Stromausfällen — und welche Alternativen zu Lithium heute realistisch erscheinen.


Pläne zu Kernkraft in Frankreich und zu den erneuerbaren Energien

Quelle: Trotz Kostenexplosion setzt Frankreich auf 14 neue Atomreaktoren (FR, 17.2.2026)

Die Energiestrategie bis 2035 drosselt den Ausbau erneuerbarer Energien. Fachleute warnen vor Kosten von bis zu 249 Milliarden Euro.

Frankreich gilt den Atomkraftfans hierzulande als Vorbild. Das Land betreibt 57 Reaktoren und hat einen satten Nuklearstromanteil im Netz von rund zwei Dritteln, während in Deutschland die letzten AKW 2023 abgeschaltet wurden.

 

Menge Kernkraftwerke

„La Grande Nation“ will bis zu 14 neue Meiler bauen und den Zubau an Ökostromkraftwerken drosseln.

So sah die letzte Energiestrategie von 2020 noch die Abschaltung von 14 Reaktoren vor, die ihre auf 40 Jahre veranschlagte Betriebszeit erreichen würden. Nun aber sollen die Laufzeiten der derzeit betriebenen 57 Reaktoren, die in den 1980er und 1990er Jahren ans Netz gingen, auf bis zu 60 Jahre verlängert werden.

Geplant ist auch der staatlich subventionierte Neubau von sechs Meilern, von denen der erste 2038 fertig sein soll, mit einer Option auf acht weitere Anlagen.

Kosten und Bauzeiten AKW

... beim Bau des ersten neuen Reaktors vom Typ EPR in Flamanville (Normandie), der 2024 ans Netz ging, ... stiegen die Baukosten laut Angaben des Betreibers EDF von ursprünglich geplanten 3,3 auf 13,2 Milliarden Euro, während der nationale Rechnungshof sogar 23,7 Milliarden ermittelte, inklusive Finanzierungs- und anderer Kosten. Die Bauzeit verlängerte sich von geplanten fünf auf 17 Jahre. Ähnliche Kostenentwicklungen gab und gibt es auch bei den EPR-Projekten in Finnland (Olkiluoto) und Großbritannien (Hinkley Point).

Die sechs neuen Reaktoren, EPR2 genannt, sollen nach einem preisgünstigeren Konzept gebaut werden, das allerdings nicht fertig ist. Die 2025 von EDF vorgelegte Schätzung, die sechs Meiler würden 72,8 Milliarden Euro kosten, gilt unter Fachleuten als deutlich zu optimistisch. Das Wirtschaftsmagazin „Alternatives Economiques“ kam sogar zu dem Ergebnis, es könnten am Ende über 249 Milliarden sein. Auf jeden Fall dürften die Strom-Produktionskosten nach der Inbetriebnahme deutlich über den rund sieben Cent pro Kilowattstunde liegen, die aktuell bei den laufenden AKW in Frankreich anfallen. Der Rechnungshof hat die Kosten beim Flamanville-EPR auf bis zu 14 Cent berechnet. 

Klima und Erneuerbare

Der Pro-Kopf-CO₂-Ausstoß liegt in Frankreich bei nur 4,1 Tonnen im Jahr, diesseits der Grenze sind es sieben Tonnen.

Die Leistung von Solarkraftwerken, derzeit etwa 30 Gigawatt, will Paris bis 2030 auf 48 Gigawatt (GW) erhöhen, vorher waren 54 geplant gewesen, bis 2035 peilt man 55 bis 80 GW an, vorher bis zu 100. Bei der Windkraft an Land soll es von aktuell rund 26 auf 31 GW im Jahr 2030 und 35 bis 40 GW im Jahr 2035 gehen. Dabei setzt die Regierung angesichts von Protesten in der Bevölkerung vor allem auf ein „Repowering“, also die Umrüstung bestehender Windparks mit größeren Anlagen. Bei Offshorewind änderte Paris die Ausbauziele bis 2035 von 18 auf 15 GW. Bislang ist diese Energieform in Frankreich trotz des großen Potenzials aufgrund der langen Küstenlinie mit 1,9 GW noch gering ausgebaut; bis 2030 sollen 3,6 erreicht sein.